Beistelltisch aus Buchen- und Nussholz

Beistelltisch aus Buchen- und Nussholz

Beistelltisch aus Buchen- und Nussholz

Ein luftiger Beistelltisch aus Buchen- und Nussholz für eine Orchidee.

Die Eckverbindungen bestehen aus jeweils zwei in Gehrung geschnittene Blindzapfen. Sie sind auf drei Seiten zurückgesetzt.

 

 

Der Beistelltisch (L: 36cm x B: 36cm x H:46cm) kann käuflich erworben werden.

Fordern Sie Ihr persönliches Angebot für dieses Unikat an.

Im Folgenden einige Bilder & Videos, die einen Eindruck von der Entstehung des Tisches vermitteln.

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Sumidome Hozo sashi – eine japanische Eckverbindung

Sumidome Hozo sashi – eine japanische Eckverbindung

Sumidome Hozo sashi - Japanische Eckverbindung

Im Buch „The Complete Japanese Joinery“ von Hideo Sato und Yasua Nakahara wird unter ‚Eckverbindungen‘ die hochqualitative Verbindung Sumidome Hozo Sashi – 隅留めほぞ差し  (Tongue and Groove Shoulder Miter Joint) vorgestellt.

隅留め (sumidome) bedeutet „Winkel“
ほぞ (hozo) bedeutet „Zapfen“
差し (sashi) bedeutet „einfügen“

Die Verbindung wird im Rahmenbau, aber auch für Bodenschwellen im japanischen Häuserbau verwendet.

Sie kann ebenso vielseitig im Möbelbau eingesetzt werden.
In einer Abwandlung (dodai sumidome hozo sashi shiguchi /土台隅留め枘差し仕口) dient sie sogar als dreiteilige Eckverbindung – bspw. bei einem Tisch (Rahmen und Tischbein).

Im Folgenden zeige ich die Herstellung dieser komplexen Eckverbindung. Die Hauptschwierigkeit lag für mich in der Bestimmung der Abfolge, sodass möglichst wenige Risse unterwegs verloren gehen.

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Schneidebrett aus Nussholz mit Gratleisten

Schneidebrett aus Nussholz mit Gratleisten

Schneidebrett aus Nussbaumholz mit Gratleisten

Das Schneidebrett aus Nussbaum mit Gratleisten habe ich fast vollständig von Hand gemacht.

Nach dem Aushobeln und Zuschneiden des Brettes verwendete ich den Grathobel für die Gratleisten, die Japansägen Azebiki Nokogiri für den blinden Einschnitt sowie die Dōzuki, um die Schulter der Gratnut fertig zu sägen.

Anschliessend habe ich mit dem Stechbeitel und dem Grundhobel die Gratnut ausgeräumt und egalisiert.

Die Oberflächen bearbeitete ich mit dem Japanhobel sowie der Ziehklinge. Mit dem Fasenhobel habe ich die Kanten anschliessend gebrochen.

Die Frassspuren des Holzwurmes füllte ich mit dem härtesten natürlichen Wachs der Welt: Carnabauwachs.

Die Oberfläche des Schneidebrettes behandelte ich mit dem natürlichen Walnussöl. Es braucht zwar etwas länger um zu trocknen, doch ist es dafür 100% lebensmittelecht.

Für Arbeiten, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen, verwende ich Walnussöl. 

Andere natürliche Öle, welche zu den härtenden Ölen gehören, sind Leinöl oder auch Tungöl.

Das Tungöl ist meiner Meinung nach nicht lebensmittelecht, da es einen geringen Anteil an Di- und Triterpenester enthält (Wolfsmilchgewächs).
Es ist aber besonders für Möbel (im Innen- und Aussenbereich) 
geeignet, da es tief in die Holzoberfläche eindringt, wodurch sie mechanisch widerstandsfähiger und im hohem Masse wasserresistent wird. Tungöl hat ca. den doppelten Schutzfaktor im Vergleich zum Leinöl. 

Ich verwende aushärtende Öle ohne Sikkative, denn durch die Verkürzung der Trockungszeit dringt das Öl weniger tief in das Holz ein, wodurch die Langzeitschutzwirkung verringert wird. 

 

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Tabourettli

Tabourettli

An meinem Tabourettli aus Nuss und Buche sind alle Verbindung leimlos. Es sind unterschiedliche verkeilte Zapfen.

 «Furniture should be felt.
I think art is alive and wants to be felt,
and it wants to be touched»
Sam Maloof

Seine Oberflächenbehandlung, die er mit einem Tag Pause sechs- oder siebenmal hintereinander auf alle seine Möbel aufgetragen hat, ist einfach genial.
Ich habe sie selber an meinem Tabourettli ausprobiert – ein Erlebnis!

 

Tabourettli mit unterschiedlich verkeilten Zapfen (leimlos)