Verwitterte Holzterrasse auffrischen

Verwitterte Holzterrasse auffrischen

RMC färbt und schützt das Holz mit nur einer Lage.

🖌 Brauchen Rubio Monocoat Produkte mehr als einen Auftrag?

Diese Frage wird mir oft gestellt, und die einfache Antwort ist … nein!

Traditionelle Wachse und Öle funktionieren nach dem Prinzip der Porensättigung.
Rubio hingegen färbt und schützt das Holz dauerhaft mit nur einer Lage, indem es mit der äussersten Holzschicht eine molekulare Bindung eingeht.

Ich weiss, dass dies schwer zu glauben ist. Doch Rubio stellt mit nur einem Auftrag einen Wendepunkt im Bereich des Holzschutzes dar.

Hier wird die Rubio Monocoat Technologie sehr schön erklärt.

Die Öle sind wirtschaftlich (geringer Verbrauch), umweltfreundlich sowie leicht in der Anwendung und im Unterhalt.
Zudem ist es weltweit das erste und einzige Öl, das keine flüchtigen organischen Verbindungen (VOCs) enthält!

Die Terrassendielen aus Massaranduba habe ich geschliffen und mit RMC Exterior Wood Cleaner (entgraut und entfernt grünen Belag und Schmutz) sowie RMC Hybrid Wood Protector (Look Ipe – E012) behandelt.

 

Das folgende Video sowie die Fotos geben einen Eindruck von der Arbeit.

Ablauf der Auffrischung:

        • Terrassendielen schleifen
        • Waschen mit RMC Exterior Wood Cleaner.
          Das Produkt entgraut und entfernt grünen Belag sowie Schmutz.
        • Ölen mit farblich abgestimmten RMC Hybrid Wood Protector (Look Ipe – E012).
          Basiert auf der RMC Technologie mit integrierten UV-Stabilisatoren.
          Es braucht nur einen Auftrag!
Kleiderschrank aus Olivenesche

Kleiderschrank aus Olivenesche

Kleiderschrank aus Olivenesche

Design

Erste Skizzen und Ideen habe ich als Kartonmodelle umgesetzt, um ein Gefühl für Proprotion zu erhalten.

Ideen brauchen Zeit und Raum, damit sie reifen können.

Der spielerische Ansatz erinnert mich an meine Kindheit. In diesem Stadium ist alles möglich – Ideen entstehen im Tun.

Im Folgenden Video siehst du diesen Moment der Kreation.

In den folgenden zwei Videos zeige ich, wie das Design des Kleiderschranks entstanden ist.

Erste Skizzen führten über diverse Zischenschritte schlussendlich zur Zweipunktperspektiven-Zeichnung, die ich mit Wasserfarben kolorierte (Video rechts unten).

2-Punkt-Zeichnung Kleiderschrank

CAD-Design, aushobeln der Eschenbohlen, verleimen der Bretter

Im nächsten Schritt konstruierte ich den Kleiderschrank mit dem CAD-Programm Autodesk Fusion 360.

Dann wählte ich die Eschenbohlen aus und hobelte sie aus. Anschliessend habe ich die Bretter verleimt.

Herstellung der Beine – Die ersten Schritte realisierte ich mit der Shaper Origin

Die Beine haben eine komplexe Form. Einerseits sind sie nach aussen gebogen aber gleichzeitig ändern sie in ihrem Verlauf die Dicke. Seitlich betrachtet sehen sie wie eine Krawatte aus.

Um diese Beinformen wie auch die Verbindungsbogen fräsen zu können, habe ich von der CAD-Zeichnung ihre zweidimensionale Darstellung auf die Shaper Origin übertragen und so aus Mehrschichtplatten die Frässchablonen hergestellt.

Nun ein paar Eindrücke , wie ich die Beine hergestellt habe.

Zuerst habe ich die Frontansicht der Beine gefräst – also den kurvigen Verlauf und anschliessend ein Bein aus zwei gefrästen Formen verleimt.

Herstellung der Tragekonstruktion

Im folgenden Video mit dem Titel „Kleiderschrank 2. Teil“ zeige ich den weiteren Herstellungsprozess der Korpustragekonstruktion.

Nachdem ich die Grobform der Beine gefräst hatte, machte ich mich an die seitliche Form. Dieser Fräsvorgang war sehr herausfordernd (vgl. folgendes Video).

Anschliessend konstruierte und produzierte ich noch zwei zusätzliche Verbindungsbogen. Diese führen zu mehr Stabilität und die Konstruktion ist dadurch insgesamt steifer und besser gegen Verziehen geschützt.

Dann habe ich 8 Zapfenverbindungen hergstellt.
Die beiden Hauptbogen und die Beine verband ich mit einer abgebohrten Zapfenverbindung und Holznägeln. (vgl. nachfolgende Fotogalerie).

Darauf folgte die Oberflächenbehandlung: schleifen, schwarz beizen und ölen.

Für das Finish verwendete ich Precolor Easy «Intense Black» sowie Oil Plus 2C «Black»  von Rubio Monocoat.

Zum Schluss habe ich die Tragekonstruktion verleimt.

Abgebohrte Zapfenverbindung mit Holznagel

Im folgenden einige Eindrücke von dieser Verbindung.

Herstellung des Korpus

Das Schubladengehäuse, der Schrankboden und -deckel habe ich als Rahmen/Füllung-Konstruktion realisiert. 

 

Furnieren

Zuerst schnitt ich das Furnier für den Schrankboden und die Schrankoberseite, die Rückwand sowie die Schubladenböden zu.

Dann habe ich die einzelnen Bahnen verklebt und sie anschliessend auf das Plattenmaterial aufgeleimt und in einem Vakuumsack gepresst.

Der Vorgang siehst du in den nächsten beiden Videos. 

Messing

Den Kleiderschrank zieren zum Schluss Messingtürscharniere (Drehgelenkscharnier – Offset Pivot Hinge).

Der Korpus ist mit gedrechselten Messingstäben fixiert (vgl. weiter unten) und Messingscheiben decken die Holznägel in der abgebohrten Zapfenverbindung ab und stehen in einem glänzenden Kontrast zu den schwarzen Beinen. Ebenfalls sind alle sichtbaren Schrauben aus hochwertigem Messing.

Ein zusätzliches Detail findet sich im Schrankboden. Dort habe ich Messingstäbe eingelassen.

Die Technik der Boullemarketerie ist nach André-Charles Boulle benannt.
Er
 gilt als der herausragende Handwerker und Künstler im Bereich der Marketerie des 17. Jahrhunderts in Frankreich. Er perfektionierte die nach ihm benannte Veredelungstechnik (Boullemarketerie), indem er Schildpatt und Ebenholz mit Messing, vergoldetem Kupfer oder Zinn kontrastierte.
Die bedeutendsten Möbelarbeiten entstanden zwischen 1680 und 1710 am Hof von Versailles.

Das linke Video zeigt das Einlassen der Messingstäbe und rechts siehst du ein Prozessvideo – u.a. mit den gedrechselten Verbindungsstäben für die Fixierung der Beine.

gedrechselte Messingstäbe

Zusammenbau des Korpus

Das folgende Video zeigt dir den Zusammenbau des Korpus. Langsam bekommt der Kleiderschrank seine Form!

🖖🏽 Schwalbenschwanzschubladen

Im Folgenden zeige ich, wie ich von Hand halbverdeckte Schwalbenschwanz-Zinken-Verbindungen für die Schubladen herstelle. 

Beizen, Ölen und Verleimen

Im nächsten Schritt habe ich die Schubladenzargen schwarz (Rubio Monocoat Precolor Easy „Black“) gebeizt und geölt (Rubio Monocot Oil Plus 2C „Black“ sowie „Pure“).

Durch das vorgängige Ölen, ist der Verleimprozess viel einfacher, da sich überschüssiger Leim problemlos entfernen lässt. 

Messingbeschläge für die Massivholztüren

Als nächsts habe ich die Massivholztüren mit je zwei versteckten Messigscharnieren (offset brass pivot hinges) im Korpus befestigt.

(vgl. Video rechts)

Oberflächenbehandlung des Korpus

Nun habe ich den vormontierten Korpus wieder komplett zerlegt und all sein Teile geschliffen und anschliessend mit Rubio Monocoat 2C „Pure“ geölt. 

Das nachfolgende Video zeigt eindrücklich, wie das Holz angefeuert wird.

Design, Herstellung und Montage von schwarz gebeizten Eschenholzgriffen mit Messingstiften

Zweck, Form, Material, Qualität und auch Preis sind Elemente, die ein Design beeinflussen.
Möbelgriffe müssen für mich eine Form aufweisen, die ein angenehmes Gefühl in der Hand vermitteln und Lust machen Schulbaden und Schranktüren zu öffnen, um die darin verborgenen textilen Schätze preiszugeben.

Zudem soll der Griff aus hochwertigen Materialien bestehen, die den täglichen Beanspruchungen standhalten sowie dem Auge gefallen.

Ein gutes Dutzend Spielformen (rund, eckig, fledermausflüglig in Schwarz oder Messing mit und ohne meinem Spirallogo) haben mich immer mehr von der Essenz meines Möbels entfernt, bis ich mich an folgendes Zitat des russischen Architekten Iwan Scholtowski erinnerte:

«Schönheit – liegt in sinnvoll gestalteter Einfachheit.

Schönheit – das ist die Einheit in der Vielfalt.»

So entschied ich mich, die Gestalt der Möbelbeine in der Griffform wieder aufzunehmen.

Die Türgriffe haben nun die Form der Vorder-, die Schubladengriffe, die der Seitenansicht, fixiert mit edlen selbstgedrehten Messingstiften.

Beschreibung

  • Hergestellt aus massiver Olivenesche und furnierten Platten.
  • Korpus mit gedrechselten Messingstäben fliegend auf einem schwarz gebeizten Untergestell im Japanstil montiert.
  • Schrankoberseite, -boden sowie Rückwand sind als Rahmen/Füllung-Konstruktion mit furnierten Platten ausgeführt.
  • Zwei Türen aus massivem Eschenholz, jede mit zwei versteckten Messingtürscharnieren versehen.
  • 4 Schubladen mit halbverdeckten Schwalbenschwanz-Zinken-Verbindungen und schwarz gebeizten Schubladezargen.
  • Schwarz gebeizte Eschenholzgriffe mit Messingstiften.
  • Filzgleiter zum Schutz des Bodens.
Kleiderschrank aus Olivenesche
Kleiderschrank aus Olivenesche

Dimensionen (mm)

Höhe: 2000 Breite: 1160 Tiefe: 600

Oberflächenbehandlung mit Rubio Monocoat

  • Precolor Easy Beize ‘Intense Black‘
  • Oil Plus 2C ‘Black‘
  • Oil Plus 2C ‘Pure‘

Im folgenden einige Bilder des fertigen Kleiderschranks aus Olivenesche:

Die Spirale – Ausdruck der Lebensenergie

Die Spirale – Ausdruck der Lebensenergie

Die Spirale - Ausdruck der Lebensenergie

In seiner Arbeit «Spiralform, Lebensenergie» zeichnet Hanspeter Seiler die kulturgeschichtliche Entwicklung der Spirale als Ausdruck einer sich in Wirbelform manifestierenden kosmischen Lebensenergie nach, die bis zu den Maoris und der Nazca-Kultur in Peru führt.

Viele dieser urzeitlichen Spiralkulturen waren matrifokale Gesellschaften, die mit grosser Wahrscheinlichkeit Kenntnis von einer kosmischen Lebensenergie hatten.

Das Konzept dieser universellen Lebensenergie ist ebenfalls tief in der Alltagskultur der indigenen Bevölkerung der Anden verankert.

Die Chakana, die in Kurzform das komplette Leben der Inkas symbolisiert, findet man auch in Verbindung mit der Spirale – also der Repräsentation der Lebensenergie.

Der Schlüssel zur andinen Weltanschauung liegt im Verständnis von Kausay Pacha, dem Universum. Kausay, die lebendige Energie bzw. das Leben selbst, ist das Basismaterial, um die Realität zu konstruieren.

Wir Menschen sind eine Form von Kausay aber ebenso die Sonne, der Mond oder die Berge. Und da wir alle aus dem gleichen Material geschaffen sind, besteht eine grosse Chance, dass wir miteinander direkt kommunizieren können.

Ein Stuhl oder ein Tisch, den ich erschaffe, lebt genauso wie eine Blume oder ein Stein. Alles, was aus Kausay besteht, strahlt Kausay aus. Alles durchdringt sich.

Die andine Welt ist nicht die einzige, die diesen Faktor der Realität gefunden hat. Die Inkas nennen es „Kausay“, die Hindus „Prana“, die Japaner „Ki“, die Chinesen „Chi“ und sogar die Christen haben dafür einen Namen: den heiligen Geist.

Sobald wir Kausay bewusst wahrnehmen, können wir im Gleichklang handeln und das erschaffen, was wir brauchen.

Nur mit Hilfe unserer Intention, also unseres Geistes bzw. unserer Vorstellungskraft lässt sie sich bewegen und zum Fliessen bringen.

Die Spirale ist ein weibliches Symbol, ein Sinnbild für die ewige Erneuerung des Lebens, für die schöpferischer Gestaltwerdung, für das Kommen und Gehen und für den Tod und die Wiedergeburt.

Aus diesem Grund hat die Chakana sowie die Spirale Eingang in mein Logo gefunden. Mein Name bedeutet in der Sprache der Inkas (Quechua) «Stern» bzw. «Venus».

Logo ChaskART mit Chakana, Spirale und Venus
Sam Maloof - Gedanken im Vatikan Aus: Maloof, Sam: SAM MALOOF WOODWORKER. Kodansha USA, Inc.. New York. 2013. S. 100

1978 nahm der amerikanische Möbeldesigner und Woodworker SAM MALOOF an einem Seminar im Vatikan mit dem Thema «Handwerk in der Religion» teil.

Während seiner Rede betrachtete er den wundervollen Gewölbegang, das Mauerwerk und die Steinmetzarbeiten, die von gewöhnlichen Handwerkern ausgeführt worden waren.

Seine Gedanken dazu sprechen mir aus dem Herzen:

„Ich bin mir sicher, dass diese Handwerker stolz auf ihre Arbeit waren und sie gerne taten. Ich kann es nicht oft genug wiederholen: Ich habe immer daran geglaubt, dass die meisten Menschen, die mit ihren Händen arbeiten, eine Verbindung zwischen sich und ihrem Material erleben. (…) und die Achtung, die der Handwerker für das Material empfindet und auch für das Wunder seiner eigenen Begabung, führt zu Gott, dem Meister aller Handwerke, dem Schöpfer aller Dinge, der uns und unsere Hände als Werkzeug einsetzt, um diese schönen Dinge zu schaffen.

Umringt von schönen Arbeiten, sass ich dort im Vatikan und war dankbar für das Glück, das ich habe, mit meinen Händen arbeiten zu können.”

Quelle: Maloof, Sam: SAMMALOOFWOODWORKER. Kodansha USA, Inc..NewYork. 2013. S. 53